Tagesvater

 

Ein Tagesvater ist eine männliche Betreuungsperson, die wie die Tagesmutter ein bis fünf fremde Kinder im eigenen Haushalt betreut. Um als Tagesvater arbeiten zu können, wird eine vom Jugendamt erteilte Pflegeerlaubnis benötigt. Sobald die Pflegeerlaubnis nach einem erfolgreich absolvieren Kurs vergeben wird, darf sich der Tagesvater „Qualifizierte Tagespflegeperson” nennen. Die Betreuung der Kinder durch einen Tagesvater kann stundenweise oder ganztägig erfolgen. Wenn ein Paar zusammen als Tagesmutti und Tagesvati tätig ist, nennt man sie Tageseltern.

Kinderbetreuung durch Tagesvater

Der Beruf als Tagesvater ist in Deutschland noch nicht sehr verbreitet. Nur vereinzelt nehmen Männer an derartigen Qualifizierungskursen teil. Die Domäne der Kinderbetreuung ist immer noch sehr stark in den Händen von Frauen. Lediglich rund drei Prozent der Fachkräfte in Kitas sind Männer. In der Grundschule liegt der Anteil der männlichen Pädagogen bei etwa fünfzehn Prozent.

Tagesvater als männliche Bezugsperson

Die Betreuung von Kindern durch einen Tagesvater kann viele Vorteile haben, besonders wenn das Kind von einer allein erziehenden Mutter aufgezogen wird. Durch den Kontakt mit einem Tagesvater können die Kinder eine Beziehung zu einer männlichen Bezugs- und Autoritätsperson aufbauen, was für die Entwicklung des Kindes eine entscheidende Rolle spielt. Interessant ist die Tatsache, dass seit der Einführung des Elterngeldes 2007 der Anteil von Vätern, die Elterngeld beantragen, stetig gewachsen ist.

 

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