Rasenpflege

Saftig grüne Rasenflächen im Garten, die akkurat gemäht und adrett daherkommen, sind eine Augenweide. Starke Beanspruchung, harte Winter bzw. lange Zeiten der Trockenheit sorgen jedoch dafür, dass aus dem dichten Grün schnell ein gelber, vermooster oder löchriger Rasenteppich wird. Ein Rasen bedarf daher regelmäßiger Rasenpflege, um auch nach Jahren intensiv grün, dicht und gesund auszusehen.

Grundlagen der Rasenpflege: regelmäßiges Mähen und Wässern

So ist regelmäßiges Mähen des Rasens für eine gute Rasenpflege wichtig. Eine Schnitthöhe von 4 bis 5 cm sollte jedoch nicht unterschritten werden. Gerade bei sehr warmen Temperaturen besteht die Gefahr, dass allzu kurz geschnittener Rasen verbrennt.

 

Bei allem Perfektionismus sollte allerdings bedacht werden, dass ein Teil der Grasflächen, wenn möglich, als Naturwiese verbleiben sollte – den Insekten zuliebe. Am Grundstücksrand eine kleine, nicht gemähte Fläche übrig zu lassen, ist insbesondere bei größeren Gärten ratsam und wirkt keinesfalls ungepflegt oder nachlässig.

 

Wichtig und als Bestandteil der Rasenpflege unerlässlich, ist auch das regelmäßige Wässern des Rasens. Hier gilt die Regel: besser einmal intensiv gewässert, als mehrfach in einem kurzen Zeitfenster. Bei heißen Temperaturen empfiehlt es sich, den Rasen 3 mal je Woche in den Abendstunden zu gießen.

Vertikutieren, Kalken und Düngen für sattgrüne, gepflegte Rasenflächen

Moos und Unkraut, was sich im Zierrasen ausgebreitet hat, lässt sich am besten bekämpfen, indem man beginnt, den Rasen regelmäßig zu vertikutieren. Ein- bis zweimal jährlich (am besten im Frühjahr oder Herbst) sollte der Rasen bearbeitet werden. Wer sich keinen Vertikutierer anschaffen möchte, kann diesen auch in vielen Baufachmärkten oder Gartengeschäften ausleihen. Moosige Verwachsungen werden durch den Einsatz des Vertikutierers entfernt, auch abgestorbenes Gras lässt sich beseitigen.

 

Zur Rasenpflege gehört ebenso das Kalken des Rasens. Idealerweise wird der Rasen recht bald nach dem Vertikutieren gekalkt. Der pH-Wert des Boden wird so optimiert und die Moosbildung eingedämmt. Je nachdem, wie groß die zu behandelnde Fläche ist, lässt sich Kalk mittels Streuwagen oder auch großzügig von Hand verteilen. Nach dem Kalken wird der Rasen gewässert, so dass die Wirkstoffe schneller in den Boden gelangen können.

 

Erst nach erfolgter Rasenkalkung sollte der Rasen gedüngt und damit mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden. Gut eignet sich ein Rasendünger mit Langzeitdüngewirkung. Es empfiehlt sich, bei regnerischem Wetter zu düngen, um sicherzustellen, dass die Nährstoffe schnell in den Boden gelangen, auch lassen sich so Verbrennungen des Rasens vorbeugen.

 

Kleinere Löcher im Rasen, die im Laufe des Gartenjahrs durch das Versetzen von Gartenmöbeln oder Kübeln zurückbleiben, lassen sich auch unkompliziert mit einer Rasenpflasterkombi, einer Mischung aus Rasensamen, Dünger und speziellen Keimsubstrat, ausbessern.

 

Weitere Begriffe zum Buchstaben R: